Archiv für März 2015

Bequemlichkeit ist Trumpf-Türkei

31 März 2015

In der Türkei gibt es Bereiche, die so gut organisiert sind, dass man es als selbstverständlich betrachtet und nicht gebührend erwähnt, wie gut es ist.

Nehmen wir z.B. den Nahverkehr in Istanbul. 15 Millionen Menschen im Stadtzentrum müssen täglich von A nach B und oft bist Z bewegt werden. Das funktioniert tatsächlich ganz gut.

Die städtischen und privat betriebenen Busse, U-Bahn, Minibusse, Sammeltaxen… Alle Routen sind durchorganisiert. Am einfachsten haben es dabei die städtischen Busbetriebe (IETT).

Viel Planung braucht man dafür nicht. Planung kostet Zeit und Geld. Je mehr Busse man einsetzt, umso mehr Menschen können transportiert werden. So einfach ist das. So kann man auch die Fahrpläne einsparen. In Istanbul rechnet sowieso niemand damit, dass man nach Fahrplan irgendwo ankommen könnte.

Die Busse fahren, fast aneinander angereiht im Ringverkehr (siehe Foto). An den Endhaltestellen habe ich mal gesehen, dass die Fahrer so etwas wie eine Liste mit den Abfahrtszeiten haben. Auf Anfrage sagten die Fahrer, dass diese nur bei den ersten Abfahrten des Tages eingehalten werden würden. Ansonsten fährt man nach Gefühl, in ca. 3-5 Minuten Abstand ab.

So brauchen die Busnutzer sich keine Sorgen machen, dass sie den Bus, denn sie jeden Tag nehmen, verpasst haben.

Die Istanbuler hört man oft schimpfen, dass die Busse und besonders die Haltestellen voll sind. Zum Teil sind sie selber Schuld. Der Türke ist ein bequemer Mensch. Besonders die Frauen und immer öfter die Männer sind vom Geburt an so geeicht, dass sie immer nur in die Fahrtrichtung sitzen müssen. „Mir wird schlecht, wenn ich gegen die Fahrtrichtung sitzen muss“ (Kizim, ben fena olurum ters oturursam), hört man während einer Fahrt mehrmals.

Steht ein Fahrgast, der in die Fahrtrichtung sitzt auf, stürzen gleich mehrere auf diesen Platz. Die vorher als gehbehindert eingestuften älteren Menschen werden zu Raubtieren und noch schlimmer, die meisten verlieren, im Kampf um diesen Platz, sogar ihren Sitzplatz gegen die Fahrtrichtung.

Ein noch interessantes Verhalten kann man an den Metrobus-Haltestellen feststellen (siehe Foto). Metrobusse finde ich, ist das genialste, was Istanbul passieren konnte. Das sind Busse, die in ihren eigenen Fahrspuren dem Istanbuler Verkehr vorbeirauschen und den Mittelfinger zeigen. Die Nachfrage ist so groß, dass man die Abstände der fahrenden Busse nicht in Minuten sondern in Metern angibt. Ich gebe diese mit 10 bis 500 m an.

An den Anfangs- bzw. Endhaltestellen herrscht folgende Situation. Ihr müsst Euch ca. 500 Personen vorstellen, die sich genau an der Stelle, wo der Bus anhalten wird eng an eng drängend auf den Bus warten. Neue Fahrgäste drängen hinterher. Der Bus kommt und hält an. 4 Türen gehen auf. Tumultartig drängen sich die Menschen in den Bus und auf einmal passiert etwas schier Unglaubliches. Der Bus ist zu 1/3 belegt, dennoch steigt niemand mehr ein. Warum ?

Es gibt nämlich keine Sitzplätze mehr im Bus. Einige wenige, die es eilig haben, sind bereit sich damit abzufinden, stehend zu fahren. Das sind aber dann wirklich nur ich und 3-4 andere. Außer zu Rush-Hour. Dann kommt es schon mal vor, dass man stehend kein Bodenkontakt mehr hat.

MetrobusOft habe ich von oben beobachten können, dass einige, um einen Sitzplatz zu bekommen, 10 Busse vorbeiziehen lassen. Dann gibt es natürlich noch die 2. Sieger. Das sind die die zwar einen Sitzplatz ergattert haben, aber dennoch gegen die Fahrtrichtung sitzen . Diese kommen absolut gestresst am Zielort an. Man kann beobachten, dass sie ständig Ausschau nach einem Sitzplatz in die Fahrtrichtung halten.

Diese Personen, die unbedingt in die Fahrtrichtung sitzen müssen, haben noch eine andere Macke. Wenn diese im eigenen PKW unterwegs sind, müssen sie unbedingt vorne sitzen. Ihnen wird auf dem Rücksitz nämlich übel. Sagen sie. Übel, übel 🙂

Ein Beitrag von Dr. Ahmet Refii Dener

Rubel- und Ukrainekrise treffen auch die Türkei

17 März 2015

Türkei: Zahl der Touristen aus Russland bricht um fast 50 % ein

 

Während der Tourismus in vielen Regionen einen allgemeinen Aufschwung erlebt, stagniert oder fällt die Zahl der wichtigsten Touristengruppen in der Türkei. Das hat der Chef der Hotelföderation der Türkei (Türkiye Otelciler Federasyonu-TÜROFED), Osman Ayık, bekanntgegeben.

Ayık sprach als Gast des Vereins der Industrie- und Geschäftsmänner Antalyas (Antalya Sanayici ve İşadamları Derneği-ANSIAD) über den Tourismus im Hinblick auf das Jahr 2015. Laut den Statistiken reisten 2014 1,1 Milliarden Menschen. Diese Zahl steige jährlich um 3-4 Prozent, so Ayık.

Jährlich verreisen etwa 585 Millionen Europäer um die ganze Welt. Im gesamten letzten Jahr sei ein Plus von 25-30 Millionen Touristen aus Europa zu verzeichnen. „Auch wenn die Türkei nichts – im Bezug auf den Tourismus – machen würde, würde die Zahl der Touristen jährlich um etwa eine Million steigen“, erklärte der Chef von TÜROFED.

Obwohl die Aussichten in diesem Jahr positiv für die Tourismusbranche sind, steht es um die zwei wichtigsten Touristengruppen der Türkei nicht so gut. Die Zahl der Deutschen, die den größten Anteil der Touristen ausmachen, bleibt fast konstant. „Wir konnten bei den Deutschen keine große Steigerung erzielen. Da haben wir nur eine Millionen mehr Reisende zu verzeichnen. Da müssen wir uns verbessern.“ Jährlich kommen etwa 5,2 Mio. deutsche Touristen in die Türkei.

Dramatischer sehen die Zahlen bei der zweitgrößten Touristengruppe aus. „Die Zahl der aus Russland kommenden Touristen ist in den letzten 20 Jahren das erste Mal gesunken“, sagte Ayık. Sowohl die Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine als auch die Probleme zwischen Europa und Russland seien laut Ayık Ursachen für diesen Rückgang. Seit September letzten Jahres sind die Zahlen der russischen Touristen stark gesunken. Während der Wert im September bei 13,8 Prozent lag, stieg er im vergangenen Monat bereits auf 43,3 Prozent. Jährlich kommen ca. 4,5 Mio. Touristen aus Russland in die Türkei. Für 2015 wird ein Wert um die 3 Mio. erwartet.

 

Ob dieser Wert erreicht wird ist fraglich, es liegt an dem schwachen Rubel:

(RUB 1.0000 = USD 0.0162)( EURO 0.0152) Stand:17.03.2015.

 

Um diesem Rückgang entgegenzuwirken, hat die Regierung bereits ungewöhnliche Maßnahmen eingeleitet.

Siehe Bericht vom 06.02.2014

Neues aus der Türkei

1 März 2015

Die Sommerzeit beginnt

Am 28.März ist es wieder so weit, die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt! Soll heißen, uns wird in der Nacht vom 28. März auf den 29.März ein Stunde geklaut, morgens um 3 Uhr, wird die Uhr auf 4 Uhr vorgestellt, diese sollen wir uns aber im Oktober wieder zurückholen!

Eine Homepage für die ganze Türkei!

Seit dem 15.01.2015 gibt es unter www.almanya.diplo.de  und www.tuerkei.diplo.de  einheitliche Homepages aller deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei. Bei Fragen zu Visa, Wirtschaft oder Kultur finden Sie hier eine Vielzahl von Informationen, die Ihnen Antworten und Anregungen geben sollen.

ALO 184 rettet Leben! 

Um Missverständnisse in Zukunft zu vermeiden, wurde für Touristen in der Türkei die Notrufnummer 184 eingerichtet! So können Touristen in Deutsch, Russisch, Englisch und vielen weiteren Sprachen sofort Hilfe erhalten, indem sie in ihrer Muttersprache erklären können was ihnen fehlt! Fachpersonal sowie auch Ärzte, die diese Sprachen beherrschen, arbeiten in diesem Callcenter! Das Callcenter ist 24 Std. am Tag und 7 Tage in der Woche erreichbar! Vergessen Sie nicht die 184!!!!

Aufenthalt berechnen

Sie möchten in die Türkei reisen, aber sind sich nicht sicher, wieviele Tage Sie bleiben können? Der unten stehende Link erleichtert Ihnen dies und hilft Ihnen das zu berechnen. Sollten Sie  eine Aufenthaltserlaubnis für die Türkei benötigen, erfahren Sie dort auch, wie hoch die Gebühr dafür ist.

http://www.e-ikamet.com/de/anwendungen/aufenthalt-berechnen

Müzekart Türkei

Sie sind längere Zeit in der Türkei und möchten verschiedene Museen besuchen? Sie haben die Möglichkeit eine Museumskarte zu kaufen. Sie haben die Vorteile, dass Sie mit dieser Karte Kulturzentren wie Kunst, Wissenschaft, Kultur und Geschichte kostenfrei, oder ermäßigt betreten können. Diese Museums Karte gilt für 1 Jahr und kostet ab 40 Lira.

Weitere Informationen können Sie über folgenden Link lesen: http://www.muzekart.com

Kunst in der Türkei sehr beliebt

In der Türkei wird Kunst und Musik sehr geschätzt. Damit jeder daran Teil haben kann, werden sehr preiswerte Tickets für Aufführungen wie Ballett, Opern, Theater und vieles mehr angeboten.

Sie können sich gerne über folgende Links informieren:

http://www.biletiva.com/

http://www.biletix.com/anasayfa/TURKIYE/en

 

www.hanem-immobilien.de