Archiv für Juli 2010

Türkei im Wachstumsrausch

29 Juli 2010

Die türkische Wirtschaft gibt Vollgas. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits im letzten Quartal des Krisenjahres 2009 um sechs Prozent gewachsen war, legte es in den ersten drei Monaten 2010 gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Prozent zu.
Damit dürfte das Land das bisher von der Regierung bei 3,5 Prozent angesetzte Wachstumsziel deutlich übertreffen.
Der Internationale Währungsfonds setzte seine Wachstumsprognose bereits auf 6,3 Prozent herauf, die Industrieländerorganisation OECD stellt der Türkei ein Plus von 6,8 Prozent in Aussicht.
Der Aufschwung stützt die Ambitionen des islamisch-konservativenPremiers Tayyip Erdogan, die Türkei zur Führungsmacht im Nahen Osten aufzubauen.

2009 war die türkische Wirtschaftsleistung infolge der globalen Krise um
4,7 Prozent eingebrochen.
Von größeren Verwerfungen blieb das Land allerdings verschont. Vor allem das Bankensystem erwies sich als stabil.

Kein Kreditinstitut rutschte in die roten Zahlen oder musste Staatshilfen
in Anspruch nehmen – ein Ergebnis der strikten Regulierung des Bankensektors, die nach der türkischen Finanzkrise von 2001 auf Druck des Internationalen Währungsfonds umgesetzt wurde.
Von der Rezession blieb die Türkei zwar nicht verschont, aber um gegenzusteuern, senkte die Zentralbank die Zinsen auf ein historisches Tief, und der Finanzminister nahm die Verbrauchsteuern auf  Autos und Hausgeräte zurück.
Das kurbelte die Binnennachfrage an.
Ein weiter Aktivpunkt ist der Tourismus – in diesem Jahr wird eine starke
Steigerung gegenüber den Krisenjahren 2008/2009 erwartet.

Wichtigste Säule des Aufschwungs ist aber der Export, der im ersten Quartal um 22,4 Prozent zulegte. Wichtigster Handelspartner sind die EU-Staaten, wo die türkischen Exporteure 40 Prozent ihrer Waren absetzen.
Neben traditionellen Exportgütern wie Textilien und Nahrungsmitteln liefert die Türkei zunehmend Autos, Kfz-Komponenten, Hausgeräte und Unterhaltungselektronik nach Europa.

Eine immer größere Rolle spielen aber die Exportmärkte im Nahen Osten.
Der Handel der Türkei mit der arabischen Welt hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt, und er soll weiter überproportional wachsen:
Mit Syrien, dem Libanon und Jordanien verhandelt Ankara über die Bildung
einer Freihandelszone. Auch der Handel mit Iran wächst stark – trotz der Uno-Sanktionen.
Das Land ist traditionell der zweitwichtigste Energielieferant der Türkei nach Russland, aber auch ein zunehmend wichtiger Absatzmarkt.
Das erklärt, warum die Türkei jetzt im Weltsicherheitsrat gegen die
neuen Sanktionen votierte.
Im Westen werden die Nahost-Allianzen der Türkei nicht gern gesehen. So warf US-Verteidigungsminister Robert Gates den Europäern vor, die Türkei nach Osten zu treiben, weil sie dem Land in den Beitrittsverhandlungen die kalte Schulter zeigten.

Ein Artikel von Tuerkisjournal Alanya.

Zauberhafte Ägäis-Küste.

13 Juli 2010

Die türkische Ägäis-Küste ist ein El Dorado für Badeurlauber und Wassersportler. Orientalische Atmosphäre liegt in der Luft und versunkene Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen. Beste Voraussetzungen für einen Traum-Urlaub.
 
Zahllose Buchten und Halbinseln bestimmen das Bild der stark zerklüfteten türkischen Ägäisküste. Bekannt ist die Region für ihr strahlend blaues Meerwasser und die vielen Sport- und Freizeitmöglichkeiten.
Es gibt hier herrliche Strände mit allem, was das Urlauberherz begehrt: neben den pulsierenden Ferienorten finden sich verträumte, idyllische Badebuchten. Da die Ägäisküste zu den meist besuchten Gegenden der Türkei gehört, gibt es Hotels und Pensionen für jeden Geldbeutel.
Pinienwälder, bizarre Felsgebilde und Olivenhaine säumen den Küstenverlauf. Besonders im nördlichen Ägäisteil gibt es noch viel Ursprünglichkeit zu entdecken.
Für Kulturliebhaber und Geschichtsbegeisterte ist das frühere „Kleinasien“ ohnehin ein Muß. Auf Schritt und Tritt begegnet man den imposanten Überresten antiker Stätten. Die bekannteste davon ist zweifellos Troja.

Ein besonderes Vergnügen: Surfen vor den bizarren Felsengräbern von Kaunos.

Das legendäre Troja.
 
Die Ausgrabungsstätte von Troja liegt nur eine Fahrstunde von Çanakkale entfernt, von wo aus täglich Minibusse fahren. Bei der Besichtigung der antiken Stadt sollte man nicht auf eine Führung verzichten!
Die Grundzüge der Siedlung sind für das ungeübte Auge viel schwerer zu erkennen als beispielsweise in Bergama und Ephesus. Neun verschiedene Trojas wurden jeweils auf den Ruinen der älteren Schicht erbaut!
Der Hobbyarchäologe Schliemann stiftete mit seinen unsystematischen Ausgrabungen zusätzliche Verwirrung.

In der sechsten Siedlungsschicht vermutet man heute das von Homer besungene Troja, während der von Schliemann entdeckte „Schatz des Priamos“ zur zweiten Schicht gerechnet wird.
Der legendäre Schatz ist seit dem 2. Weltkrieg verschollen.
Neben dem eigentlichen Gelände gibt es bei Troja jede Menge Souvenirläden, Imbißstuben, einen großen Parkplatz sowie die Nachbildung des hölzernen Pferdes.
In dem angeschlossenen Museum sind kleinere Fundstücke der alten Stadt zu sehen. Ca. 8 km nordwestlich von Troja, beim Dorf Kumkale, soll sich das Grab des Achilles befinden.
Man erreicht es, wenn man mit dem Auto von Tevtikiye über eine Brücke der Schotterstraße folgt und danach über eine schmale Straße bis zum Schild „Yeniköy“ fährt. Kurz hinter der Abzweigung steht auf einem Hügel eine alte Eiche, die das Grab markieren soll.

Behramkale (Assos): Bunte Mischung aus Alt und Neu.

Ca. 40 km südlich von Troja befindet sich bereits die nächste Sehenswürdigkeit aus dem Altertum: Das kleine Fischerdorf Behramkale liegt hoch über dem Meer neben den Ruinen der antiken Stadt Assos.
 Die Reste dieser Siedlung, die bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. zurückgeht, sind relativ gut erhalten. Aristoteles lebte einige Jahre in Assos und gründete hier eine Philosophenschule.
Vom Burgberg hat man einen phantastischen Blick über das Ägäische Meer und die nahegelegene griechische Insel Lesbos (türk. Midilli). Über eine kurvige Straße gelangt man zum kleinen, gemütlichen Hafen, wo sich auch die Übernachtungsmöglichkeiten und ein kleiner Strand befinden.
Da die Hafengegend unter Denkmalschutz steht und nur Restaurierung und stilgerechtes Bauen erlaubt sind, fügen sich die Hotels gut ins Gesamtbild des kleinen Fischerhafens ein.
Mehrere schöne Strände gibt es zu entdecken, wenn man in Richtung Gülpinar fährt.
Die Straße von Behramkale zu dem östlich gelegenen Badeort Küçükkuyu führt ebenfalls an vielen kleinen, einsamen Buchten vorbei. Der Sand- und Kiesstrand des Ortes Küçükkuyu selbst ist zwar recht lang, aber nicht besonders schön und deshalb für einen längeren Urlaubsaufenthalt nicht zu empfehlen. Drei Kilometer nördlich des Städtchens erreicht man über eine Bergstraße einen 250 m hoch gelegenen Zeus-Altar aus römischer Zeit.

Beliebte Badeorte im Norden.
 
Am Ende der tief ins Land einschneidenden Bucht von Edremit befinden sich in unmittelbarer Nähe zwei Badeorte, die besonders bei den Einheimischen sehr beliebt sind: Akçay und Ören.
Akçay liegt direkt an der Straße von Çanakkale nach Izmir. Noch vor einigen Jahren war der Ort ein verschlafenes Fischerdorf, doch inzwischen gibt es unzählige Ferienanlagen und Campingplätze. Der Strand ist zwar nur mäßig attraktiv, dafür herrscht überschäumendes, fröhliches Leben.
Bei der Weiterfahrt nach Ören gelangt man zunächst in den 35 000 Einwohner zählenden Ort Edremit, eine typische türkische Kleinstadt. Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten gehört die Kursunlu Camii, eine seldschukische Moschee aus dem Jahr 1241.
Den meisten Reisenden dient das 10 km vom Meer entfernte Edremit jedoch nur als Umsteigstation zu den umliegenden Badeorten. Das schönste Urlaubsstädtchen dieser Bucht ist wohl Ören, mit seinem endlos langen, feinkörnigen und gepflegten Sandstrand.
Viele Unterkunftsmöglichkeiten finden sich in direkter Nähe. Zum Einkaufen begibt man sich von hier aus am besten in den nur 2 km entfernten Nachbarort Burhaniye, zu dem regelmäßige Busverbindungen bestehen. Preiswerte einheimische Küche findet man hier ebenfalls leichter als in Ören.

Heilquellen in der Türkei?

Klingt komisch, ist aber so. Cesme stand nämlich schon aufgrund seiner Heilquellen als Erholungsort bei den alten Römern hoch im Kurs. Viele der dortigen Hotels verfügen über Wellness- und Kureinrichtungen und die herrlichen Sandstrände der Umgebung lassen ein Karibik Feeling aufkommen.

Hier einige physikalische Therapien:
Balno-Therapie: Therapie mit mineralisiertem Thermalwasser
Talasso-Therapie: Therapie mit Meerwasser und Sonneneinstrahlung
Hydro-Therapie: Therapie mit Süßwasser
Speleo-Therapie: Therapie in Höhlen mit Thermalwasser
Peloido-Therapie: Therapie mit Schlamm.

www.hanem-immobilien.de