Ramadan: Das sollten Sie als Urlauber im islamischen Ausland derzeit beachten

18 Juni 2015 von Bernd Dittmann Kommentieren »

Während des Ramadans herrschen in islamisch geprägten Ländern strengere Regeln als im Rest des Jahres. Wer im Urlaub keine böse Überraschung erleben will, sollte sich an einige Verhaltensregeln halten. Ansonsten droht in einigen Ländern sogar Gefängnisstrafe.

Die Zeit des Ramadan ist in diesem Jahr gleichzeitig Ferienzeit für viele deutsche Urlauber. Wer Reisen in islamisch geprägte Länder plant, sollte sich besonders über Sitten und Gebräuche dort informieren. Allerdings können diese von Land zu Land zum Teil deutlich variieren (für deutsche Arbeitgeber hat die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hat einen Wegweiser erstellt – mehr hier).

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes erklärt gegenüber den Deutsch-Türkischen Nachrichten: „Eine pauschale Aussage zu Verhaltensregeln oder möglichen Sanktionen in Zeiten des Ramadans kann hier für alle oder einzelne, islamisch geprägte Länder nicht gemacht werden. Grundsätzlich sollte man als Tourist die Kultur und Traditionen des jeweiligen Reiselandes respektieren und sich vor Reiseantritt gut darüber informieren. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sind nur eine der Informationsquellen bei einer anstehenden Auslandsreise. Zusätzliche Informationen erhält man in Reiseführern, beim jeweiligen Reiseveranstalter sowie bei der Botschaft des jeweiligen Reiselandes in Deutschland.“

Welche speziellen Reise- und Sicherheitshinweise für jedes Land bestehen, kann auf der Internetseite des Auswärtigen Amts (www.diplo.de) mit wenigen Klicks nachgeprüft werden. Zur Achtung von Kultur und Traditionen des Reiselandes heißt es zum Beispiel in den Reise- und Sicherheitshinweisen zu Ägypten: „ (…) ist es aber selbstverständlich und wird von allen Gästen des Landes erwartet, dass sie sich den Verhaltensregeln eines islamisch geprägten Landes anpassen und diese respektieren. Die Rücksichtnahme auf die Moralvorstellungen einer islamisch geprägten Gesellschaft beim Aufenthalt in Ägypten ist ein allgemein geltendes Gebot der Achtung, Höflichkeit und des gesunden Menschenverstandes.“ Und für die Vereinigte Arabische Emirate gilt, dass während des Fastenmonats Ramadan „selbst das Kauen von Kaugummi von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime bei Strafe verboten ist“, „Frauen möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen“ sollten und gewünscht ist, dass „Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten“ (in der Türkei stationierte US-Soldaten wurden entsprechend unterwiesen)

Toleranz und Respekt gegenüber den Fastenden zeigen

Diplom-Betriebswirt Samir L. Iranee, Arabisch-Dozent an der Fachhochschule Frankfurt und Interkultureller Trainer Orient, empfiehlt, „auch als Nicht-Muslim in den islamischen Ländern nicht öffentlich zu rauchen, zu essen oder zu trinken, sich angemessen zu kleiden und sittsam zu benehmen sowie Toleranz und Respekt zu zeigen, so beispielsweise nicht direkt oder öffentlich die, aufgrund des strengen Fastens vor allem im Sommer und manchmal bis oft  eingeschränkte, Arbeitsleistung oder sonstige Einschränkungen zu kritisieren.“ Wer dagegen verstößt, dem könne es passieren, dass er mit Geld- oder sogar Gefängnisstrafen rechnen muss.

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