Türkei – Herrscher über den Wasserhahn

26 Juli 2018 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Mit einer neuen Pipeline-Technik will die Türkei Trinkwasser nach Nordzypern liefern. Mit dem Prestige-Projekt kann die Türkei ihre Macht gegenüber den von Dürre geplagten Nachbarstaaten ausbauen. Der Nahe Osten könnte bald sein Süßwasser von hier bekommen.

„Wasser, Wasser überall, und doch kein Tropfen zu trinken“ – im östlichen Mittelmeer passt das Dichterwort genau. Zypern zählt zu den 20 trockensten Ländern der Welt, und Jordanien, Libanon, Palästina, Syrien und Israel geht es nicht viel besser. Die Region trocknet rapide aus, sagt der zyperntürkische Hydrologe Hüseyin Gökcekus, Professor für Wasserwirtschaft an der Nahost-Universität in Nordzypern:

„Ich befasse mich seit 30 Jahren mit diesem Thema, und ich kann Ihnen versichern, dass die globale Erderwärmung die Welt verändert. Die Mittelmeerregion trocknet aus, das zeigen alle Studien, und am Stärksten betroffen ist das östliche Mittelmeer, das wird zur Wüste. Als Hydrologe bin ich davon überzeugt, dass Wasser in dieser Region das beherrschende Thema des 21. Jahrhunderts sein wird.“

Türkische Lösung für Wasserproblem des Nahen Ostens

Auf Zypern ist das Problem schon längst akut. Seit Jahren muss auf der geteilten Insel, sowohl im griechischen Süden als auch im türkischen Norden, immer wieder das Wasser rationiert werden.

Doch nun will die Türkei eine Lösung gefunden haben.

Grundsteinlegung an der türkischen Mittelmeerküste bei Mersin – 80 Kilometer Luftlinie sind es von hier aus über das Mittelmeer nach Zypern. Das erste von 160 Leitungsrohren wurde bei der Zeremonie vor 15 Monaten feierlich im Meer versenkt. Jedes der Polyethylen-Rohre ist einen halben Kilometer lang. Die schwimmenden Rohre werden 250 Meter unter der Meeresoberfläche versenkt und mit kilometerlangen Drähten im Meeresboden verankert. Zusammengesetzt sollen sie die türkische Südküste mit dem nordzyprischen Ufer verbinden und frisches Wasser auf die Insel führen. Wenn die Pipeline in diesem Jahr in Betrieb geht, sollen 75 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich aus dem südtürkischen Dragon-Fluss durch das Mittelmeer nach Zypern fließen. Doch die Bedeutung der Pipeline geht weit über Zypern hinaus, sagt Gökcekus, der das Projekt im Auftrag der nordzyprischen Regierung koordiniert:

„Das Wasser für Zypern ist nur die Spitze des Eisbergs, der Eisberg selbst ist die zukünftige Führungsmacht der Türkei. Es ist das erste Mal auf der Welt, das so etwas gemacht wird, mit dieser Technik. Damit wird nicht nur das Wasserproblem von Zypern gelöst. Die Türkei beweist mit diesem Projekt auch, dass sie das kann – dass es mit dieser neuen Technik möglich wird, Wasser über lange Strecken zu transferieren. Das wird die Führungsmacht der Türkei in der Region stärken.

Über das Drehkreuz Zypern könne die Türkei mit dieser neuen Technik perspektivisch die ganze östliche Mittelmeerregion mit Wasser versorgen, von Syrien bis nach Israel, sagt Gökcekus. Das Wasser habe sie jedenfalls:

„Alleine der Dragon-Fluss führt jährlich 750 Millionen Kubikmeter, davon wird gerade mal ein Zehntel nach Zypern fließen. Und das ist nur ein Fluss von vielen. Im Süden der Türkei, zwischen Iskenderun und Antalya, fließen jährlich viele Milliarden Kubikmeter Wasser ungenutzt ins Meer.“

Der Fortschritt schafft Abhängigkeiten

Als „Projekt des Jahrhunderts“ bezeichnen die Türken die Pipeline, mit der dieses Wasser nutzbar gemacht und nach Zypern gepumpt werden soll. Wasser spielt in der türkischen Außenpolitik schon lange eine große Rolle. So entspringen Euphrat und Tigris, die großen Flüsse des Zweistromlandes, auf türkischem Boden. Die Türkei staut sie seit Jahrzehnten mit immer mehr Dämmen auf, bevor sie die südlichen Anrainerstaaten Syrien und Irak erreichen. Über die Wassermengen, die für die Nachbarn noch übrig bleiben, wird immer wieder gestritten, denn Ankara hat die Hand am Wasserhahn. Im von Dürre geplagten Nahen Osten reicht die türkische Wassermacht auch weit über die unmittelbare Nachbarschaft hinaus. So ist Israel schon lange interessiert an Wasserlieferungen aus der Türkei – doch Ankara ließ die Verhandlungen über eine Belieferung mit Tankschiffen vor einigen Jahren platzen, als die bilateralen Beziehungen sich abkühlten.

Wenn die Türkei es nun schafft, hunderte Millionen Kubikmeter Wasser nach Zypern zu pumpen, sind ihrer regionalen Wassermacht keine Grenzen mehr gesetzt. Von Zypern aus könnte das Wasser dann mit weiteren schwimmenden Pipelines an alle Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeeres vertrieben werden, hoffen die Türken. Die Pipeline werde das politische Gefüge der Region verändern, meint auch der nordzyprische Außenminister Özdil Nami:

„Bei Rohstoffen denkt man meist an Erdöl oder Erdgas, aber in diesem Teil der Welt ist auch Wasser ein sehr wichtiger Rohstoff. Wir werden durch die Leitung mehr Wasser bekommen, als wir brauchen. Wir können also leicht einiges davon an Griechenland oder andere Länder in der Region weiterleiten. Wir hoffen, dass dies ein Projekt von Wasser für Frieden wird.“

Frohe Ostern

29 März 2018 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Der Osterhase

Lange Ohren, Schnuppernase, so sieht er aus, der Osterhase. Gehst du im Frühling mal spazieren, kann es dir schon einmal passieren, dass da ein kleiner Hase sitzt und wachsam seine Ohren spitzt.

Hat er ‘nen Korb mit bunten Eiern, dann gibt es bald ein Fest zu feiern. Zuvor hat er noch viel zu tun und keine Zeit sich auszuruhn.

Er muss die Eier gut verstecken, dabei darf man ihn nicht erschrecken. Drum geh schnell weiter, bleib nicht stehn, du hast ja schon genug gesehn.

An Ostern denkst du voller Lust, denn du weißt, wo du suchen musst.

Auch dies wünscht Ihnen das Team von Hanem-Immobilien Türkei,

Hanem Bau Türkei

Hanem-Energy

Tui stockt Türkei-Angebot auf

1 Februar 2018 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Um 100.000 Sitzplätze will Tui seine Flugkapazitäten für die Türkei aufstocken.
Nach zwei Krisenjahren wächst die Nachfrage nun wieder rasant an – der Reisekonzern verbucht ein Buchungsplus von 70 Prozent.

Nach zwei Jahren Türkei-Krise spürt der weltgrößte Reisekonzern Tui wieder ein stärkeres Interesse der Deutschen an Urlaub in dem Land am Bosporus.
Zum Saisonauftakt verzeichnet der Konzern ein Buchungsplus von 70 Prozent, wie die Tochter Tui Deutschland am Mittwoch vor dem Start der Reisemesse CMT in Stuttgart mitteilte.
Daher weitet der Veranstalter aus Hannover sein Angebot für den Sommer aus und stockt die Flugkapazität auf den Strecken von Deutschland in die Türkei um 100.000 Sitzplätze auf.

2016 waren die Türkei-Buchungen bei Tui um rund die Hälfte eingebrochen und hatten sich auch 2017 kaum erholt.
Der Konzern hatte sein Türkei-Angebot daher zusammengestrichen.

Auch mit Blick auf andere Reiseziele zeigte sich Tui optimistisch.

„Die Buchungen für die Sommersaison 2018 laufen bereits sehr gut“, sagte Stefan Baumert, Touristikchef von Tui Deutschland.

So lägen die Ägypten-Buchungen mit 58 Prozent, die für Tunesien sogar mit 125 Prozent im Plus.

Allerdings waren die Ziele wegen der politischen Krisen und Terroranschlägen in den Ländern in den vergangenen Jahren stark unter die Räder gekommen.

Der Boom der spanischen Urlaubsregionen samt den Balearen und den Kanarischen Inseln geht laut Baumert unterdessen weiter.
Die Buchungen für das beliebteste Reiseland der Deutschen legten weiter zu.

Der Tourismus in der Türkei?

9 Januar 2018 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Sommer 2016:

Nach einer Reihe von Anschlägen und dem gescheiterten Putschversuch ging die Zahl der ausländischen Gäste in der Türkei dramatisch zurück.
Auch 2017 verbesserte sich die Situation kaum.
Präsident Recep Tayyip Erdogan regiert mit harter Hand, ließ tausende Menschen ins Gefängnis sperren.
Immer wieder wurden auch Deutsche verhaftet – mittlerweile sind es mehr als 50.

Wie hat sich die Situation auf den Tourismus in der Türkei 2017 ausgewirkt?

vorerst ohne Happy End.

Volle Straßen in den türkischen Urlaubsorten gab es im Früh- und Spätsommer

Das Jahr startete für die Türkei verheerend: Zwischen November 2016 und Januar 2017, also in der klassischen Frühbucher-Phase, stellte der Deutsche Reiseverband ein Minus von katastrophalen 58 Prozent fest.

Im Frühsommer gab es ein kurzes Aufatmen: Kurz sah es so aus, als würde sich der Türkei-Tourismus erholen. Laut Tourismus-Ministerium kamen im April 2017 2,44 Mio. Ausländer in die Türkei, das waren 18,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Hauptgrund für den Aufwärtstrend war das Ende der russisch-türkischen Spannungen. Die Zahl der russischen Besucher verfünffachte sich fast, nachdem Moskau und Ankara ihren Streit beilegten und die Charterflüge wieder aufgenommen wurden.

Auch Ende des Sommers lief es dann noch einmal besser für die Türkei. Grund waren die Last-Minute-Schnäppchen. Die hatten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und dazu noch so gute Verfügbarkeiten, dass die Türkei zeitweise sogar zum meistgebuchten Ziel im Kurzfrist-Bereich wurde.

Doch auch das reichte nicht aus, um den generellen Buchungsrückgang auszugleichen.


Die Türkei ist der große Verlierer

Jetzt, Ende 2017, ist von den kurzen Erholungen nichts mehr zu spüren. Auf der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes (DRV) war erneut von einem zweistelligen Minus bei den Buchungen die Rede. Im Vergleich zu 2015 hat sich die Anzahl der Gäste laut Einreisezahlen des Landes fast halbiert.

Nicht nur die Buchungen sprechen eine klare Sprache – auch die Haltung gegenüber der Türkei hat sich drastisch verschlechtert. Galt es vor einigen Jahren noch neben Spanien und Italien als Klassiker für den Mittelmeerurlaub, haben heute immer mehr Deutsche bedenken.

Einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zufolge empfinden nur noch fünf Prozent der Deutschen die Türkei als sicheres Reiseland. „Statt Sonne, Strand und Meer ist Sicherheit zu dem entscheidenden Faktor auf Reisen geworden”, sagte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Ulrich Reinhardt.

Anstelle einer Sonnengarantie werde die Garantie der Sicherheit über die künftig beliebtesten Urlaubsziele entscheiden.

Dennoch betont Torsten Schäfer vom DRV: „Die Türkei ist, trotz der Rückgänge, immer noch eines der beliebtesten Flugurlaubsziele der Deutschen. Zudem sind die Erwartungen für nächstes Jahr wieder etwas optimistischer: Die deutschen Veranstalter berichten derzeit uni sono von einer wieder steigenden Nachfrage nach Urlaub in der Türkei für das kommende Jahr.”

Wie es mit dem Tourismus in der Türkei im kommenden Jahr wirklich weiter geht, wird sich aber erst in den nächsten 12 Monaten zeigen …

Ich selber fliege schon seit jahren, zweimal im Jahr in die Türkei und kann keinen Unterschied, zu frührer feststellen. Viel ist auch Panikmacherei.

 

PS.: TUI hat sein Angebot für die Türkei erhöht, wegen der Nachfrage.

Merry Christmas and a Happy New Year 2018

12 Dezember 2017 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

An den Fenstern haben Frauen

Buntes Spielzeug fromm geschmückt

Tausend Kindlein stehn und schauen,

Sind so wunderstill beglückt.

 An den Fenstern haben Frauen

Buntes Spielzeug fromm geschmück

Tausend Kindlein stehn und

Sind so wunderstill beglückt.

 Und ich wandre aus den Mauern

Bis hinaus ins freie Feld,

Hehres Glänzen, heilges Schauern!

Wie so weit und still die Welt!

 Sterne hoch die Kreise schlingen,

Aus des Schnees Einsamkeit

Steigts wie wunderbares Singen –

O du gnadenreiche Zeit!

 Joseph von Eichendorff

Draußen im Wald ist Ruhe eingekehrt, die Häuser und Christbäume sind festlich geschmückt und es glitzern überall die Lichter – Weihnachten ist endlich da!

Weihnachtsbäume glitzern, es duftet nach Glühwein, Punsch, Plätzchen & Stollen. Ruhe kehrt ein in unserem Alltag und in unseren Herzen!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und gibt uns Anlass, inmal innezuhalten, um Vergangenes und Zukünftiges, Erinnerung und Erwartung, Vorhandenes und Neues zu bedenken, aber auch Gemeinsames zu planen.

Weihnachtszeit – Zeit innezuhalten und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, das mit Höhen und Tiefen, aber auch einigen Überraschungen wie im Fluge verging.

Das Bewährte erhalten und das Neue versuchen – darin sehen wir den Erfolg unserer bisherigen Zusammenarbeit, für die wir herzlich danken.

Wir wünschen Ihnen als unseren Lesern, Geschäftspartnern sowie Ihren Angehörigen ein geruhsames Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr 2018.

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Wünscht Ihnen allen,

Hanem-Immobilien Türkei

Hanem Bau

Hanem-Energy

Bernd Dittmann

Geschäftsführer

 

 

 

Neues aus Alanya

8 Oktober 2017 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Liebe Kunden und Urlauber,

ganz ehrlich: Nach den ganzen negativen Berichten in den Medien hatte ich fast gedacht, dass jetzt der europäische Markt so langsam abstirbt…

Aber, ich muss sagen, trotz der ganzen negativen Berichte, oder Meinungen, kommen nicht nur die Touristen, sondern der Immobilienmarkt ist wieder gut angestiegen. Es werden nicht nur die Träume wahr, sondern eine sehr gute Investition für die Zukunft getätigt.

Vor allem wenn man an die Zinsen denkt, die man in Europa nicht bekommt, ist es hier eine sehr gute Möglichkeit…

Ich war erst im September selber vor Ort und ich muss sagen: Es war wie früher!!!!!!!

Das nutzen viele Deutsche, Niederländer und viele mehr!

Also… träumen Sie nicht nur, sondern lassen Sie Ihre Träume wahr werden.

 

Leben, wo andere Urlaub machen.

Diese Idee kommt wohl bei so manchem irgendwann einmal im Leben auf.
Wie seiner Zeit berichtet, war ein TV-Team der öffentlichen Rundfunkanstalten in Alanya zu Gast.
Am 24.09.2017 wurde die Sendung dazu ausgestrahlt.
Wer diesen Termin verpasst hat, kann sich die Sendung online anzuschauen:

 

Ganz einfach in ihren Browser kopieren:

 

http://www.ardmediathek.de/tv/Europa-Reportage/Deutsche-Auswanderer-in-Alanya-Lebensa/BR-Fernsehen/Video?bcastId=46216180&documentId=46216198

 

ihre Hanem-Immobilien Team

www.hanem-immobilien.de