Pamukkale wieder Schnee-weiss

6 September 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »

Nachdem neue Umweltvorschriften auferlegt und deren Einhaltung streng kontrolliert wird, zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Kreidefelsen in Pamukkale
wieder weiss werden.
Man will die antiken Stätten und die Quellen für die UNESCO Liste als Kulturerbe
interessant machen.
Daher wurde nun auch das Projekt für die Errichtung der natürlichen Kocaçukur Thermalbecken im Beschluss gefestigt und es entsteht im Grünen ein Thermalbad mit mehreren Schwimmbecken, Schlammbädern und Whirpools.
Im gesamten Gebiet wurden Blumen, Bäume und Rosen gepflanzt.
Die Kalkterassen wurden gesäubert und erweitert.
Denizli hat im Moment eine touristische Kapazität von 16.000 Betten.

Diese soll bis 2018 auf 25.000 ansteigen.
In diesem Jahr werden 2,5 Mio. Touristen erwartet.

Wir bauen für Sie nach alter türkischer Tradition.

19 August 2011 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

NATURSTEIN VILLEN

Naturstein ist ein faszinierender Baustoff

Türkische Natursteinhäuser befinden sich traditionell in den Dörfern und ursprünglich wurden das Erdgeschoss bzw. der Keller zur Speicherung von Getreide und für das Vieh genutzt.

Ein traditionelles Anwesen in einer ländlichen Gegend ist eine Rarität, deshalb haben wir uns bei Hanem-Immobilien, die Original-Steinhäuser als Vorlage genommen um Häuser voller Charme, aber mit allem Luxus für das moderne Leben zu bauen.

Dieses Naturprodukt besticht durch seine Schönheit, Vielfalt und Widerstandsfähigkeit.
In allen Bereichen des Bauwesens findet man Natursteine:
Im Haus (z.B. Bad, Bodenbelag, Treppe), am Haus (z.B. Dach, Fassade) und ums Haus herum (z.B. Garten, Terrasse, Pflaster).
Die Vorteile, die für die Verwendung von Naturstein stehen sind vielseitig, es seien hier nur einige genannt.
Einerseits hat das weltweite große Angebot an Naturstein einen starken Einfluss auf die Preise genommen, was sich bei türkischen Natursteinanbietern ebenfalls bemerkbar macht, andererseits ist das Bewusstsein gestiegen, dass es keine umweltfreundlichere Alternative gibt.
Bauentscheidung mit Folgen!

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Naturstein gar nicht viel teurer als Feinsteinzeug.
Langfristig ist Naturstein als Bodenbelag aufgrund seiner Haltbarkeit und seiner geringen Pflege günstiger als andere Bodenbeläge, wie z.B. Laminat, Parkett oder Feinsteinzeug.
Dies ergaben Studien, die sich mit dem Preis- /Leistungsverhältnis von verschiedenen Bodenbelägen beschäftigten.
Ökologisch! In der heutigen Zeit erfüllt ein Naturstein nicht nur die preislichen und dekorativen Anforderungen, sondern ist unverzichtbar, wenn es um Energiesparen geht. Natursteine haben die hervorragende Eigenschaft, dass Sie die Wärme, die durch eine Fußbodenheizung erzeugt wird, schnell speichern und langfristig abgeben.
Somit ermöglicht nicht nur der Verbau Einsparungen, sondern auch die Energiekosten können deutlich gesenkt werden. Weitere Vorteile stellen die individuelle Verwirklichung ihrer Wohnräume oder die Wertsteigerung Ihrer Immobilien dar.
In “Jahrmillionen” gewachsen und damit einmalig in Farbe, Zeichnung, Struktur und Ausstrahlung. Ökologisch vorbildlich – durch seine vielfältigen Vorkommen, durch seinen ökologisch positiven Produktkreislauf, vom Abbau bis zum Recycling.
Rundum wohngesund schafft er ein erstklassiges Raumklima, natürlich ohne chemische Einflüsse Bauphysikalisch hochwertig, mit natürlicher, langlebiger Schutzfunktion.
Die Gestaltungsvielfalt für Architektur, Design, Kunst und Kultur ist unerschöpflich. Naturstein setzt Akzente – massiv, filigran, individuell.
Naturstein bietet Architekten, Bauherren und Verarbeitern fast unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Naturstein lässt sich hervorragend mit anderen Baumaterialien kombinieren und erfüllt höchste Qualitätskriterien. Naturstein verwandelt Fassaden, Treppen, Möbel, Außenanlagen oder Brunnen zu unverwechselbaren ästhetischen Blickfängen.

Es zeichnet sich aus durch:
- hohe Qualität und Langlebigkeit
- ökologische, gesunde Bauweise
- zeitlose, individuelle Gestaltungsvielfalt
- repräsentativer, großzügiger Eindruck
- guter Klimaaustausch
- pflegeleicht und widerstandsfähig
- Verwendung für Innen- und Außenbereich
- wirtschaftlich interessanter Baustoff
- jeweils einzigartig in Farbe, Zeichnung und Struktur

 

Für Fragen stehen wir Ihnen  gerne zur Verfügung unter 0365 5517598, oder als Mail an info@hanem-immobilien.de

 

Die Türkei und seine Energie?

11 August 2011 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Die Türkei, die sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne befindet, setzt ihre wirtschaftliche Liberalisierungspolitik fort.
Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum hat die Türkei 2010 die globale Wirtschaftskrise besser als von vielen Seiten erwartet überstanden.
Damit befindet sich das Land erneut auf einem Wachstumskurs, der die bisherigen Wirtschafts­prognosen übertrifft.
Mit dieser dynamischen Entwicklung wächst aber vor allem auch der Energiebedarf des Landes.

Die Türkei liegt weltweit hinter China, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz, gemessen am Wachstum des Energie­verbrauchs.
Aufgrund der hohen Importquote von Erdöl und Erdgas besteht dadurch jedoch die Gefahr von massiv steigenden Strompreisen.
Dieser Entwicklung versucht die Regierung entgegenzuwirken, indem sie voraussichtlich Anfang 2011 ein neues Gesetz verabschieden wird, das die regenerativen Energien verstärkt fördern sowie neue Investitionsanreize und Planungssicherheit bieten wird.
Darüber hinaus ist vor allem vorgesehen, den bisherigen Mangel an Differenzierung bei der technologiespezifischen Einspeisevergütung zu beheben.
Bislang gibt es eine für alle Arten von regenerativen Energiequellen einheitliche, oftmals zu niedrige Vergütung.

Mit einem robusten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 4% p.a. in den letzten neun Jahren hat sich die türkische Wirtschaft gut entwickelt.
Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung um 4,7% im Jahr 2009 hat sie sich sehr schnell von der Weltwirtschaftskrise erholt.
Insgesamt hat sich die Türkei im interna­tionalen Vergleich auf Rang 17 der weltgrößten Volkswirtschaften positioniert und wächst dabei schneller als alle anderen Volkswirtschaften Europas.
Für das Gesamtjahr 2010 wird sogar ein besonders hohes Wirtschaftswachstum von 6,5% erwartet.
Dieses robuste Wachstum ist besonders der soliden Kapitalstruktur der Banken, der Abneigung gegen komplizierte Finanzprodukte sowie der Antikrisenpolitik des Staates zu verdanken.
Zudem wird die Wirtschaft von einer starken Binnennachfrage, basierend auf einer sehr jungen, konsumfreudigen Bevölkerung, getragen.
Neben diesen Faktoren begünstigt das aktuell niedrige Zinsniveau hohe Investitionstätigkeiten, die diese Entwicklung zusätzlich nachhaltig unterstützen sollten.
Dabei gelingt es der Zentralbank bisher, die Inflation auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau von 8,7% zu halten (in den 90er Jahren lag die Inflation bei 75%).

Die jährlich mit rund 7% steigende Stromnachfrage in der Türkei, die besonders von dem beschriebenen Wirtschaftswachstum getrieben ist, erfordert bis 2020 Investitionen im Energiesektor von über 100 Mrd US$.
Dabei ist der türkische Strommarkt mit rund 70% auf importierte Energieträger angewiesen, was das Land zum Ausbau eigener Produktionskapazitäten zwingt.

Die türkische Stromproduktion basiert noch immer zur Hälfte auf importiertem Erdgas sowie zu einem Drittel auf teilweise importierter Steinkohle und größtenteils im Land vorhandener Braunkohle.
Die verbleibenden 20% machen erneuerbare Energiequellen aus.
Hier handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Wasserkraft.
Bisher spielt die Nutzung von Wind-, Solar- und geothermischer Energie noch eine untergeordnete Rolle.

Infolgedessen hat sich die Regierung das klare Ziel gesetzt, die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zu mindern und somit Lieferschwankungen sowie die wirtschaftliche und politische Willkür der Exportländer zu reduzieren.

Diese Importabhängigkeit kann zum Beispiel durch Windenergie behoben werden, da in diesem Bereich das größte Wachstumspotential gesehen wird.
Eine Küstenlänge von über 7.000 km und sehr gute Windbedingungen bieten dafür beste Voraussetzungen.
Die Regierung plant deshalb, die derzeit vorhandene Kapazität von rund 800 MW bis 2014 massiv auf 10.000 MW auszubauen.

Neben Windenergie besitzt die Türkei ­aufgrund der geographischen Lage ein hohes Potential für die Nutzung von Sonnenenergie an den Küsten der Ägäis und des Mittelmeeres sowie im Süd-osten des Landes.

Zurzeit ist die Sonnenenergie, ebenso wie die geothermische Energie, in der Türkei aufgrund der zu niedrigen Einspeisevergütung jedoch nicht rentabel.

Außer in der Stromerzeugung besteht weiterer Investitionsbedarf im Bereich des Stromnetzes, da dieses sich nach Jahren des staatlichen Besitzes in einem maroden Zustand befindet.
Das Stromverteilungsnetz, das sich in 21 regionale Gebiete aufteilt, soll aus diesem Grund bis Ende 2010 vollständig privatisiert und modernisiert werden.

Die bestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und das zu niedrige Preisniveau der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien zwingt die türkische Regierung nun zum Handeln.
Auch deshalb schreitet sie mit der Privatisierung und Liberalisierung von Stromerzeugung und Verteilungsnetzen weiter voran.
Von einem Investitionsförderprogramm profitieren neben einheimischen Gesellschaften auch Energieunternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung durch Umsatzsteuerbefreiungen, Sonderabschreibungen oder zinsgünstige Darlehen.

Bereits vor fünf Jahren hat die Regierung mit der Verabschiedung eines Gesetzes für erneuerbare Energien einen wichtigen Impuls gesetzt, welcher sich aber in Bezug auf einige Energiequellen als unwirtschaftlich erwiesen hat.
Insbesondere im Solarsektor ist keine nennenswerte Investitionsaktivität festzustellen, da sich im Rahmen dieses Gesetzes lediglich Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke (pauschale Einspeisevergütung von 5,5 Euro-Cent/kWh) wirtschaftlich betreiben lassen.

Um die spezifischen Voraussetzungen für die Nutzung der einzelnen erneuer­baren Energiequellen zu verbessern, will die Regierung in den nächsten Monaten ein neues Gesetz ­verabschieden.
Im Zuge dessen soll die Einspeisevergütung für die Solarthermie auf ca. 20 bis 25 Euro-Cent/kWh festgelegt werden?
Auch die Vergütung für Windenergie, geothermische Energie und Biomasse soll differenziert behandelt und angehoben werden.

Um die Planungssicherheit von Investoren und Betreibern zu gewährleisten, sind garantierte Abnahmepreise für einen Zeitraum zwischen zehn und 20 Jahren vorgesehen.
Vor allem Photovoltaik und Solarthermie profitieren von langen Laufzeiten bis zu 20 Jahren.
Durch diese Maßnahmen dürften Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien stimuliert werden und sich Absatzchancen für deutsche Lieferanten ergeben.

Deutschland ist seit vielen Jahren der wichtigste Handelspartner der Türkei.
Allein im ersten Halbjahr 2010 beliefen sich die Lieferungen in das Land auf rund 7 Mrd Euro, ein Anstieg von 39% gegenüber dem Vorjahr.
Den Großteil der deutschen Warenausfuhren stellen Maschinen, Anlagen und Kraftfahrzeuge dar.
Nicht zu vernachlässigen sind jedoch bereits heute die deutschen Aktivitäten im Bereich der Windenergie, die von der stetig steigenden Nachfrage in der Türkei profitieren.
Für deutsche Exporte bietet der Bund ein Sicherungsinstrument in Form der Hermesdeckung an, durch das die Exportaktivitäten gegen einen Zahlungsausfall aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen abgesichert werden.
Das Spektrum umfasst unter anderem Lieferantenkreditdeckung, Fabrikations- und Ausfuhrdeckung sowie Finanzkreditdeckung.

Langfristige Finanzierungen in Form von Bestellerkrediten zur Finanzierung von Investitionsgütern im Bereich der erneuerbaren Energien unterliegen günstigeren Bedingungen.
So wurde die Kreditlaufzeit auf bis zu 18 Jahre erhöht und die tilgungsfreie Zeit von sechs auf maximal 18 Monate nach Fertigstellung erweitert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass für deutsche Unternehmen nach wie vor ein großes Potential besteht, von der aufstrebenden Volkswirtschaft zu profitieren.
Dies wird durch zahlreiche Sicherungsinstrumente seitens des deutschen Staates, die sowohl den deutschen als auch den türkischen Unternehmer unterstützen, gefördert.

 

Veranstaltungen in Side und Gloria Aspendos

31 Juli 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »

Gloria Aspendos Arena: Termine für “Fire of Anatolia” und “Troja”

An folgenden Terminen können Sie die Aufführungen in der Gloria Aspendos Arena bestaunen.

Beginn ist jeweils ab 21.15 Uhr:

“Troja”:

02.08. / 09.08. / 16.08. / 23.08. / 30.08. / 06.09. / 13.09. / 20.09. / 27.09.

“Fire of Anatolia”:

05.08. / 12.08. / 19.08. / 26.08. 02.09. / 09.09. / 16.09. / 23.09. /  30.09. 04.10. / 07.10.
11.10. / 18.10. / 25.10. 01.11.

» Side Festival-Programm 2011

Hier finden Sie die Termine zum Side Festival 2011, die im antiken Theater am Apollon-Tempel statt finden (ab 21.30 Uhr)

02.08.2011 Wiener Kammersymphonie Streich Quintett, Apollon Tempel
06.08.2011 Cafe tango, Apollon Tempel
11.08.2011 Klassik Jazz, Burcin Büke, Piano, Apollon Tempel
14.08.2011 Emre Aydin, Apollon Tempel
18.08.2011 Paar Tanz World Champions, Apollon Tempel

23.08.2011 Marphe Streich Quartett, Apollon Tempel
27.08.2011 Staatl. Symphonie Orchester Antalya, Antik Theater
31.08.2011 Best of Classic, Apollon Tempel
06.09.2011 Tenth of Best Trompet, Apollon Tempel
10.09.2011 Blue Note Jazz Trio, Apollon Tempel
13.09.2011 Militär Orchester, Side&Apollon Tempel
14.09.2011 Militär Orchester, Side&Apollon Tempel
17.09.2011 Staatl. Oper und Ballett Antalya, Antik Theater

Die Türkei, Wirtschaft, Sonne- und Windkraft

21 Juli 2011 von Bernd Dittmann 10 Kommentare »

Die Türkei, die sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne befindet, setzt ihre wirtschaftliche Liberalisierungspolitik fort.
Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum hat die Türkei 2010 die globale Wirtschaftskrise besser als von vielen Seiten erwartet überstanden.
Damit befindet sich das Land erneut auf einem Wachstumskurs, der die bisherigen Wirtschafts­prognosen übertrifft.
Mit dieser dynamischen Entwicklung wächst aber vor allem auch der Energiebedarf des Landes.

 

Die Türkei liegt weltweit hinter China, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz, gemessen am Wachstum des Energie­verbrauchs.
Aufgrund der hohen Importquote von Erdöl und Erdgas besteht dadurch jedoch die Gefahr von massiv steigenden Strompreisen.
Dieser Entwicklung versucht die Regierung entgegenzuwirken, indem sie voraussichtlich Anfang 2011 ein neues Gesetz verabschieden wird, das die regenerativen Energien verstärkt fördern sowie neue Investitionsanreize und Planungssicherheit bieten wird.
Darüber hinaus ist vor allem vorgesehen, den bisherigen Mangel an Differenzierung bei der technologiespezifischen Einspeisevergütung zu beheben.
Bislang gibt es eine für alle Arten von regenerativen Energiequellen einheitliche, oftmals zu niedrige Vergütung.

Mit einem robusten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 4% p.a. in den letzten neun Jahren hat sich die türkische Wirtschaft gut entwickelt.
Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung um 4,7% im Jahr 2009 hat sie sich sehr schnell von der Weltwirtschaftskrise erholt.
Insgesamt hat sich die Türkei im interna­tionalen Vergleich auf Rang 17 der weltgrößten Volkswirtschaften positioniert und wächst dabei schneller als alle anderen Volkswirtschaften Europas.
Für das Gesamtjahr 2010 wird sogar ein besonders hohes Wirtschaftswachstum von 6,5% erwartet.
Dieses robuste Wachstum ist besonders der soliden Kapitalstruktur der Banken, der Abneigung gegen komplizierte Finanzprodukte sowie der Antikrisenpolitik des Staates zu verdanken.
Zudem wird die Wirtschaft von einer starken Binnennachfrage, basierend auf einer sehr jungen, konsumfreudigen Bevölkerung, getragen.
Neben diesen Faktoren begünstigt das aktuell niedrige Zinsniveau hohe Investitionstätigkeiten, die diese Entwicklung zusätzlich nachhaltig unterstützen sollten.
Dabei gelingt es der Zentralbank bisher, die Inflation auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau von 8,7% zu halten (in den 90er Jahren lag die Inflation bei 75%).

Die jährlich mit rund 7% steigende Stromnachfrage in der Türkei, die besonders von dem beschriebenen Wirtschaftswachstum getrieben ist, erfordert bis 2020 Investitionen im Energiesektor von über 100 Mrd US$.
Dabei ist der türkische Strommarkt mit rund 70% auf importierte Energieträger angewiesen, was das Land zum Ausbau eigener Produktionskapazitäten zwingt.

Die türkische Stromproduktion basiert noch immer zur Hälfte auf importiertem Erdgas sowie zu einem Drittel auf teilweise importierter Steinkohle und größtenteils im Land vorhandener Braunkohle.
Die verbleibenden 20% machen erneuerbare Energiequellen aus.
Hier handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Wasserkraft.
Bisher spielt die Nutzung von Wind-, Solar- und geothermischer Energie noch eine untergeordnete Rolle.

Infolgedessen hat sich die Regierung das klare Ziel gesetzt, die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zu mindern und somit Lieferschwankungen sowie die wirtschaftliche und politische Willkür der Exportländer zu reduzieren.

Diese Importabhängigkeit kann zum Beispiel durch Windenergie behoben werden, da in diesem Bereich das größte Wachstumspotential gesehen wird.
Eine Küstenlänge von über 7.000 km und sehr gute Windbedingungen bieten dafür beste Voraussetzungen.
Die Regierung plant deshalb, die derzeit vorhandene Kapazität von rund 800 MW bis 2014 massiv auf 10.000 MW auszubauen.

Neben Windenergie besitzt die Türkei ­aufgrund der geographischen Lage ein hohes Potential für die Nutzung von Sonnenenergie an den Küsten der Ägäis und des Mittelmeeres sowie im Süd-
osten des Landes.

Zurzeit ist die Sonnenenergie, ebenso wie die geothermische Energie, in der Türkei aufgrund der zu niedrigen Einspeisevergütung jedoch nicht rentabel.

Außer in der Stromerzeugung besteht weiterer Investitionsbedarf im Bereich des Stromnetzes, da dieses sich nach Jahren des staatlichen Besitzes in einem maroden Zustand befindet.
Das Stromverteilungsnetz, das sich in 21 regionale Gebiete aufteilt, soll aus diesem Grund bis Ende 2010 vollständig privatisiert und modernisiert werden.

Die bestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und das zu niedrige Preisniveau der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien zwingt die türkische Regierung nun zum Handeln.
Auch deshalb schreitet sie mit der Privatisierung und Liberalisierung von Stromerzeugung und Verteilungsnetzen weiter voran.
Von einem Investitionsförderprogramm profitieren neben einheimischen Gesellschaften auch Energieunternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung durch Umsatzsteuerbefreiungen, Sonderabschreibungen oder zinsgünstige Darlehen.

Bereits vor fünf Jahren hat die Regierung mit der Verabschiedung eines Gesetzes für erneuerbare Energien einen wichti-gen Impuls gesetzt, welcher sich aber in Bezug auf einige Energiequellen als unwirtschaftlich erwiesen hat.
Insbesondere im Solarsektor ist keine nennenswerte Investitionsaktivität festzustellen, da sich im Rahmen dieses Gesetzes lediglich Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke (pauschale Einspeisevergütung von 5,5 Euro-Cent/kWh) wirtschaftlich betreiben lassen.

Um die spezifischen Voraussetzungen für die Nutzung der einzelnen erneuer­baren Energiequellen zu verbessern, will die Regierung in den nächsten Monaten ein neues Gesetz ­verabschieden.
Im Zuge dessen soll die Einspeisevergütung für die Solarthermie auf ca. 20 bis 25 Euro-Cent/kWh festgelegt werden?
Auch die Vergütung für Windenergie, geothermische Energie und Biomasse soll differenziert behandelt und angehoben werden.

Um die Planungssicherheit von Investoren und Betreibern zu gewährleisten, sind garantierte Abnahmepreise für einen Zeitraum zwischen zehn und 20 Jahren vorgesehen.
Vor allem Photovoltaik und Solarthermie profitieren von langen Laufzeiten bis zu 20 Jahren.
Durch diese Maßnahmen dürften Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien stimuliert werden und sich Absatzchancen für deutsche Lieferanten ergeben.

Deutschland ist seit vielen Jahren der wichtigste Handelspartner der Türkei.
Allein im ersten Halbjahr 2010 beliefen sich die Lieferungen in das Land auf rund 7 Mrd Euro, ein Anstieg von 39% gegenüber dem Vorjahr.
Den Großteil der deutschen Warenausfuhren stellen Maschinen, Anlagen und Kraftfahrzeuge dar.
Nicht zu vernachlässigen sind jedoch bereits heute die deutschen Aktivitäten im Bereich der Windenergie, die von der stetig steigenden Nachfrage in der Türkei profitieren.
Für deutsche Exporte bietet der Bund ein Sicherungsinstrument in Form der Hermesdeckung an, durch das die Exportaktivitäten gegen einen Zahlungsausfall aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen abgesichert werden.
Das Spektrum umfasst unter anderem Lieferantenkreditdeckung, Fabrikations- und Ausfuhrdeckung sowie Finanzkreditdeckung.

Langfristige Finanzierungen in Form von Bestellerkrediten zur Finanzierung von Investitionsgütern im Bereich der erneuerbaren Energien unterliegen günstigeren Bedingungen.
So wurde die Kreditlaufzeit auf bis zu 18 Jahre erhöht und die tilgungsfreie Zeit von sechs auf maximal 18 Monate nach Fertigstellung erweitert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass für deutsche Unternehmen nach wie vor ein großes Potential besteht, von der aufstrebenden Volkswirtschaft zu profitieren.
Dies wird durch zahlreiche Sicherungsinstrumente seitens des deutschen Staates, die sowohl den deutschen als auch den türkischen Unternehmer unterstützen, gefördert.

Die BHF-BANK unterstützt seit Jahrzehnten die deutsche Wirtschaft in der Türkei bei Absicherungsmöglichkeiten im kurz- und mittelfristigen Bereich in Form von Akkreditivbestätigungen und Forfaitierungen sowie im langfristigen Bereich durch Hermesgedeckte Bestellerkredite.

Nach der Wahl in der Türkei

14 Juni 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan steht trotz seines Wahlsiegs vor vielen Problemen. Das Land braucht eine neue Verfassung, eine Aussöhnung mit den Kurden ist überfällig. Vor allem aber muss er sein Verhältnis zu Europa klären. Kann eine Annäherung gelingen? 
Wenige Stunden nach dem Wahlerfolg steht Premier Recep Tayyip Erdogan auf dem Balkon der AKP-Parteizentrale in Ankara. Seine Anhänger haben ein Feuerwerk entzündet. Frauen im Kopftuch jubeln ihm zu. Erdogan winkt. Er wirkt unschlüssig: Zwar hat er die Wahl mit fast 50 Prozent der Stimmen gewonnen, es ist einer der höchsten Siege, die je ein türkischer Ministerpräsident feiern konnte, aber sein wichtigstes Ziel hat er verfehlt: eine verfassungsändernde Mehrheit im Parlament.

Sie hätte es ihm ermöglicht, den Staat nach seinen Vorstellungen und ohne Zustimmung der Opposition umzubauen. Nun muss er mit unbequemen Gegnern – Kurden und Ultrarechten – im Parlament arbeiten. Gleichzeitig steht er vor einer Reihe schwieriger Herausforderungen. Vier Fragen stellen sich an die Türkei.

Wie hält es die Türkei mit Europa?

Wenn Ministerpräsident Erdogan im Wahlkampf seine Außenpolitik pries, dann sprach er über Ägypten, den Irak, manchmal über Russland – über Europa sprach er fast nie. Im Wahlprogramm der AKP taucht das Wort Europa im Kapitel Außenpolitik zum ersten Mal auf Seite sechs auf. Erdogan war vor acht Jahren mit dem Ziel angetreten, die Türkei in die Europäische Union zu führen.

Nie war er von diesem Ziel weiter entfernt als heute. Die beiden Partner haben sich entfremdet. Nur auszusprechen wagen sie die Wahrheit nicht, die inzwischen jeder kennt: dass Europa und die Türkei sich nicht mehr viel zu sagen haben.

In den ersten Jahren seiner Amtszeit hat Erdogan die Europäer umarmt, weil sie ihm nützlich erschienen im Machtkampf gegen die alte Staatselite, gegen die Generäle und Richter. Mit Hilfe der Europäischen Union verbannte er das Militär aus der Politik und erstritt mehr Rechte für religiöse Gruppen. Doch der triumphale Wahlsieg vom Sonntag dürfte ihn in seiner Einschätzung bestätigen: Er ist auf fremde Hilfe nicht mehr angewiesen.

Erdogan will die Türkei zu einer wirtschaftlichen und geopolitischen Großmacht ausbauen. Europa ist für ihn nur noch ein Projekt unter vielen. Die Alleingänge der Türkei wie zuletzt beim Atomdeal mit dem Iran werden in den kommenden Jahren eher noch zunehmen.

Wenn es trotzdem einen Grund gibt für Europa, optimistisch zu sein, dann den: Erdogans Wahlerfolg beruht vor allem auf den beeindruckenden Wirtschaftszahlen. Um fast neun Prozent ist die türkische Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen, auf Platz 17 der Rangliste der größten Wirtschaftsnationen hat sich die Türkei unter Erdogan vorgekämpft.

Doch der Aufstieg fußt vor allem in dem regen Handel mit Europa. Trotz neuer Deals mit Russland und Zentralasien, bleibt Europa wichtigster Wirtschaftspartner. Bei allem Selbstvertrauen kann es sich die Türkei nicht leisten, die Bande nach Europa zu kappen.

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