Die Türkei und seine Energie?

11 August 2011 von Bernd Dittmann Keine Kommentare »

Die Türkei, die sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne befindet, setzt ihre wirtschaftliche Liberalisierungspolitik fort.
Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum hat die Türkei 2010 die globale Wirtschaftskrise besser als von vielen Seiten erwartet überstanden.
Damit befindet sich das Land erneut auf einem Wachstumskurs, der die bisherigen Wirtschafts­prognosen übertrifft.
Mit dieser dynamischen Entwicklung wächst aber vor allem auch der Energiebedarf des Landes.

Die Türkei liegt weltweit hinter China, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz, gemessen am Wachstum des Energie­verbrauchs.
Aufgrund der hohen Importquote von Erdöl und Erdgas besteht dadurch jedoch die Gefahr von massiv steigenden Strompreisen.
Dieser Entwicklung versucht die Regierung entgegenzuwirken, indem sie voraussichtlich Anfang 2011 ein neues Gesetz verabschieden wird, das die regenerativen Energien verstärkt fördern sowie neue Investitionsanreize und Planungssicherheit bieten wird.
Darüber hinaus ist vor allem vorgesehen, den bisherigen Mangel an Differenzierung bei der technologiespezifischen Einspeisevergütung zu beheben.
Bislang gibt es eine für alle Arten von regenerativen Energiequellen einheitliche, oftmals zu niedrige Vergütung.

Mit einem robusten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 4% p.a. in den letzten neun Jahren hat sich die türkische Wirtschaft gut entwickelt.
Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung um 4,7% im Jahr 2009 hat sie sich sehr schnell von der Weltwirtschaftskrise erholt.
Insgesamt hat sich die Türkei im interna­tionalen Vergleich auf Rang 17 der weltgrößten Volkswirtschaften positioniert und wächst dabei schneller als alle anderen Volkswirtschaften Europas.
Für das Gesamtjahr 2010 wird sogar ein besonders hohes Wirtschaftswachstum von 6,5% erwartet.
Dieses robuste Wachstum ist besonders der soliden Kapitalstruktur der Banken, der Abneigung gegen komplizierte Finanzprodukte sowie der Antikrisenpolitik des Staates zu verdanken.
Zudem wird die Wirtschaft von einer starken Binnennachfrage, basierend auf einer sehr jungen, konsumfreudigen Bevölkerung, getragen.
Neben diesen Faktoren begünstigt das aktuell niedrige Zinsniveau hohe Investitionstätigkeiten, die diese Entwicklung zusätzlich nachhaltig unterstützen sollten.
Dabei gelingt es der Zentralbank bisher, die Inflation auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau von 8,7% zu halten (in den 90er Jahren lag die Inflation bei 75%).

Die jährlich mit rund 7% steigende Stromnachfrage in der Türkei, die besonders von dem beschriebenen Wirtschaftswachstum getrieben ist, erfordert bis 2020 Investitionen im Energiesektor von über 100 Mrd US$.
Dabei ist der türkische Strommarkt mit rund 70% auf importierte Energieträger angewiesen, was das Land zum Ausbau eigener Produktionskapazitäten zwingt.

Die türkische Stromproduktion basiert noch immer zur Hälfte auf importiertem Erdgas sowie zu einem Drittel auf teilweise importierter Steinkohle und größtenteils im Land vorhandener Braunkohle.
Die verbleibenden 20% machen erneuerbare Energiequellen aus.
Hier handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Wasserkraft.
Bisher spielt die Nutzung von Wind-, Solar- und geothermischer Energie noch eine untergeordnete Rolle.

Infolgedessen hat sich die Regierung das klare Ziel gesetzt, die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zu mindern und somit Lieferschwankungen sowie die wirtschaftliche und politische Willkür der Exportländer zu reduzieren.

Diese Importabhängigkeit kann zum Beispiel durch Windenergie behoben werden, da in diesem Bereich das größte Wachstumspotential gesehen wird.
Eine Küstenlänge von über 7.000 km und sehr gute Windbedingungen bieten dafür beste Voraussetzungen.
Die Regierung plant deshalb, die derzeit vorhandene Kapazität von rund 800 MW bis 2014 massiv auf 10.000 MW auszubauen.

Neben Windenergie besitzt die Türkei ­aufgrund der geographischen Lage ein hohes Potential für die Nutzung von Sonnenenergie an den Küsten der Ägäis und des Mittelmeeres sowie im Süd-osten des Landes.

Zurzeit ist die Sonnenenergie, ebenso wie die geothermische Energie, in der Türkei aufgrund der zu niedrigen Einspeisevergütung jedoch nicht rentabel.

Außer in der Stromerzeugung besteht weiterer Investitionsbedarf im Bereich des Stromnetzes, da dieses sich nach Jahren des staatlichen Besitzes in einem maroden Zustand befindet.
Das Stromverteilungsnetz, das sich in 21 regionale Gebiete aufteilt, soll aus diesem Grund bis Ende 2010 vollständig privatisiert und modernisiert werden.

Die bestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und das zu niedrige Preisniveau der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien zwingt die türkische Regierung nun zum Handeln.
Auch deshalb schreitet sie mit der Privatisierung und Liberalisierung von Stromerzeugung und Verteilungsnetzen weiter voran.
Von einem Investitionsförderprogramm profitieren neben einheimischen Gesellschaften auch Energieunternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung durch Umsatzsteuerbefreiungen, Sonderabschreibungen oder zinsgünstige Darlehen.

Bereits vor fünf Jahren hat die Regierung mit der Verabschiedung eines Gesetzes für erneuerbare Energien einen wichtigen Impuls gesetzt, welcher sich aber in Bezug auf einige Energiequellen als unwirtschaftlich erwiesen hat.
Insbesondere im Solarsektor ist keine nennenswerte Investitionsaktivität festzustellen, da sich im Rahmen dieses Gesetzes lediglich Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke (pauschale Einspeisevergütung von 5,5 Euro-Cent/kWh) wirtschaftlich betreiben lassen.

Um die spezifischen Voraussetzungen für die Nutzung der einzelnen erneuer­baren Energiequellen zu verbessern, will die Regierung in den nächsten Monaten ein neues Gesetz ­verabschieden.
Im Zuge dessen soll die Einspeisevergütung für die Solarthermie auf ca. 20 bis 25 Euro-Cent/kWh festgelegt werden?
Auch die Vergütung für Windenergie, geothermische Energie und Biomasse soll differenziert behandelt und angehoben werden.

Um die Planungssicherheit von Investoren und Betreibern zu gewährleisten, sind garantierte Abnahmepreise für einen Zeitraum zwischen zehn und 20 Jahren vorgesehen.
Vor allem Photovoltaik und Solarthermie profitieren von langen Laufzeiten bis zu 20 Jahren.
Durch diese Maßnahmen dürften Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien stimuliert werden und sich Absatzchancen für deutsche Lieferanten ergeben.

Deutschland ist seit vielen Jahren der wichtigste Handelspartner der Türkei.
Allein im ersten Halbjahr 2010 beliefen sich die Lieferungen in das Land auf rund 7 Mrd Euro, ein Anstieg von 39% gegenüber dem Vorjahr.
Den Großteil der deutschen Warenausfuhren stellen Maschinen, Anlagen und Kraftfahrzeuge dar.
Nicht zu vernachlässigen sind jedoch bereits heute die deutschen Aktivitäten im Bereich der Windenergie, die von der stetig steigenden Nachfrage in der Türkei profitieren.
Für deutsche Exporte bietet der Bund ein Sicherungsinstrument in Form der Hermesdeckung an, durch das die Exportaktivitäten gegen einen Zahlungsausfall aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen abgesichert werden.
Das Spektrum umfasst unter anderem Lieferantenkreditdeckung, Fabrikations- und Ausfuhrdeckung sowie Finanzkreditdeckung.

Langfristige Finanzierungen in Form von Bestellerkrediten zur Finanzierung von Investitionsgütern im Bereich der erneuerbaren Energien unterliegen günstigeren Bedingungen.
So wurde die Kreditlaufzeit auf bis zu 18 Jahre erhöht und die tilgungsfreie Zeit von sechs auf maximal 18 Monate nach Fertigstellung erweitert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass für deutsche Unternehmen nach wie vor ein großes Potential besteht, von der aufstrebenden Volkswirtschaft zu profitieren.
Dies wird durch zahlreiche Sicherungsinstrumente seitens des deutschen Staates, die sowohl den deutschen als auch den türkischen Unternehmer unterstützen, gefördert.

 

Veranstaltungen in Side und Gloria Aspendos

31 Juli 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »

Gloria Aspendos Arena: Termine für “Fire of Anatolia” und “Troja”

An folgenden Terminen können Sie die Aufführungen in der Gloria Aspendos Arena bestaunen.

Beginn ist jeweils ab 21.15 Uhr:

“Troja”:

02.08. / 09.08. / 16.08. / 23.08. / 30.08. / 06.09. / 13.09. / 20.09. / 27.09.

“Fire of Anatolia”:

05.08. / 12.08. / 19.08. / 26.08. 02.09. / 09.09. / 16.09. / 23.09. /  30.09. 04.10. / 07.10.
11.10. / 18.10. / 25.10. 01.11.

» Side Festival-Programm 2011

Hier finden Sie die Termine zum Side Festival 2011, die im antiken Theater am Apollon-Tempel statt finden (ab 21.30 Uhr)

02.08.2011 Wiener Kammersymphonie Streich Quintett, Apollon Tempel
06.08.2011 Cafe tango, Apollon Tempel
11.08.2011 Klassik Jazz, Burcin Büke, Piano, Apollon Tempel
14.08.2011 Emre Aydin, Apollon Tempel
18.08.2011 Paar Tanz World Champions, Apollon Tempel

23.08.2011 Marphe Streich Quartett, Apollon Tempel
27.08.2011 Staatl. Symphonie Orchester Antalya, Antik Theater
31.08.2011 Best of Classic, Apollon Tempel
06.09.2011 Tenth of Best Trompet, Apollon Tempel
10.09.2011 Blue Note Jazz Trio, Apollon Tempel
13.09.2011 Militär Orchester, Side&Apollon Tempel
14.09.2011 Militär Orchester, Side&Apollon Tempel
17.09.2011 Staatl. Oper und Ballett Antalya, Antik Theater

Die Türkei, Wirtschaft, Sonne- und Windkraft

21 Juli 2011 von Bernd Dittmann 7 Kommentare »

Die Türkei, die sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne befindet, setzt ihre wirtschaftliche Liberalisierungspolitik fort.
Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum hat die Türkei 2010 die globale Wirtschaftskrise besser als von vielen Seiten erwartet überstanden.
Damit befindet sich das Land erneut auf einem Wachstumskurs, der die bisherigen Wirtschafts­prognosen übertrifft.
Mit dieser dynamischen Entwicklung wächst aber vor allem auch der Energiebedarf des Landes.

 

Die Türkei liegt weltweit hinter China, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz, gemessen am Wachstum des Energie­verbrauchs.
Aufgrund der hohen Importquote von Erdöl und Erdgas besteht dadurch jedoch die Gefahr von massiv steigenden Strompreisen.
Dieser Entwicklung versucht die Regierung entgegenzuwirken, indem sie voraussichtlich Anfang 2011 ein neues Gesetz verabschieden wird, das die regenerativen Energien verstärkt fördern sowie neue Investitionsanreize und Planungssicherheit bieten wird.
Darüber hinaus ist vor allem vorgesehen, den bisherigen Mangel an Differenzierung bei der technologiespezifischen Einspeisevergütung zu beheben.
Bislang gibt es eine für alle Arten von regenerativen Energiequellen einheitliche, oftmals zu niedrige Vergütung.

Mit einem robusten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 4% p.a. in den letzten neun Jahren hat sich die türkische Wirtschaft gut entwickelt.
Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung um 4,7% im Jahr 2009 hat sie sich sehr schnell von der Weltwirtschaftskrise erholt.
Insgesamt hat sich die Türkei im interna­tionalen Vergleich auf Rang 17 der weltgrößten Volkswirtschaften positioniert und wächst dabei schneller als alle anderen Volkswirtschaften Europas.
Für das Gesamtjahr 2010 wird sogar ein besonders hohes Wirtschaftswachstum von 6,5% erwartet.
Dieses robuste Wachstum ist besonders der soliden Kapitalstruktur der Banken, der Abneigung gegen komplizierte Finanzprodukte sowie der Antikrisenpolitik des Staates zu verdanken.
Zudem wird die Wirtschaft von einer starken Binnennachfrage, basierend auf einer sehr jungen, konsumfreudigen Bevölkerung, getragen.
Neben diesen Faktoren begünstigt das aktuell niedrige Zinsniveau hohe Investitionstätigkeiten, die diese Entwicklung zusätzlich nachhaltig unterstützen sollten.
Dabei gelingt es der Zentralbank bisher, die Inflation auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau von 8,7% zu halten (in den 90er Jahren lag die Inflation bei 75%).

Die jährlich mit rund 7% steigende Stromnachfrage in der Türkei, die besonders von dem beschriebenen Wirtschaftswachstum getrieben ist, erfordert bis 2020 Investitionen im Energiesektor von über 100 Mrd US$.
Dabei ist der türkische Strommarkt mit rund 70% auf importierte Energieträger angewiesen, was das Land zum Ausbau eigener Produktionskapazitäten zwingt.

Die türkische Stromproduktion basiert noch immer zur Hälfte auf importiertem Erdgas sowie zu einem Drittel auf teilweise importierter Steinkohle und größtenteils im Land vorhandener Braunkohle.
Die verbleibenden 20% machen erneuerbare Energiequellen aus.
Hier handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Wasserkraft.
Bisher spielt die Nutzung von Wind-, Solar- und geothermischer Energie noch eine untergeordnete Rolle.

Infolgedessen hat sich die Regierung das klare Ziel gesetzt, die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zu mindern und somit Lieferschwankungen sowie die wirtschaftliche und politische Willkür der Exportländer zu reduzieren.

Diese Importabhängigkeit kann zum Beispiel durch Windenergie behoben werden, da in diesem Bereich das größte Wachstumspotential gesehen wird.
Eine Küstenlänge von über 7.000 km und sehr gute Windbedingungen bieten dafür beste Voraussetzungen.
Die Regierung plant deshalb, die derzeit vorhandene Kapazität von rund 800 MW bis 2014 massiv auf 10.000 MW auszubauen.

Neben Windenergie besitzt die Türkei ­aufgrund der geographischen Lage ein hohes Potential für die Nutzung von Sonnenenergie an den Küsten der Ägäis und des Mittelmeeres sowie im Süd-
osten des Landes.

Zurzeit ist die Sonnenenergie, ebenso wie die geothermische Energie, in der Türkei aufgrund der zu niedrigen Einspeisevergütung jedoch nicht rentabel.

Außer in der Stromerzeugung besteht weiterer Investitionsbedarf im Bereich des Stromnetzes, da dieses sich nach Jahren des staatlichen Besitzes in einem maroden Zustand befindet.
Das Stromverteilungsnetz, das sich in 21 regionale Gebiete aufteilt, soll aus diesem Grund bis Ende 2010 vollständig privatisiert und modernisiert werden.

Die bestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und das zu niedrige Preisniveau der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien zwingt die türkische Regierung nun zum Handeln.
Auch deshalb schreitet sie mit der Privatisierung und Liberalisierung von Stromerzeugung und Verteilungsnetzen weiter voran.
Von einem Investitionsförderprogramm profitieren neben einheimischen Gesellschaften auch Energieunternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung durch Umsatzsteuerbefreiungen, Sonderabschreibungen oder zinsgünstige Darlehen.

Bereits vor fünf Jahren hat die Regierung mit der Verabschiedung eines Gesetzes für erneuerbare Energien einen wichti-gen Impuls gesetzt, welcher sich aber in Bezug auf einige Energiequellen als unwirtschaftlich erwiesen hat.
Insbesondere im Solarsektor ist keine nennenswerte Investitionsaktivität festzustellen, da sich im Rahmen dieses Gesetzes lediglich Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke (pauschale Einspeisevergütung von 5,5 Euro-Cent/kWh) wirtschaftlich betreiben lassen.

Um die spezifischen Voraussetzungen für die Nutzung der einzelnen erneuer­baren Energiequellen zu verbessern, will die Regierung in den nächsten Monaten ein neues Gesetz ­verabschieden.
Im Zuge dessen soll die Einspeisevergütung für die Solarthermie auf ca. 20 bis 25 Euro-Cent/kWh festgelegt werden?
Auch die Vergütung für Windenergie, geothermische Energie und Biomasse soll differenziert behandelt und angehoben werden.

Um die Planungssicherheit von Investoren und Betreibern zu gewährleisten, sind garantierte Abnahmepreise für einen Zeitraum zwischen zehn und 20 Jahren vorgesehen.
Vor allem Photovoltaik und Solarthermie profitieren von langen Laufzeiten bis zu 20 Jahren.
Durch diese Maßnahmen dürften Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien stimuliert werden und sich Absatzchancen für deutsche Lieferanten ergeben.

Deutschland ist seit vielen Jahren der wichtigste Handelspartner der Türkei.
Allein im ersten Halbjahr 2010 beliefen sich die Lieferungen in das Land auf rund 7 Mrd Euro, ein Anstieg von 39% gegenüber dem Vorjahr.
Den Großteil der deutschen Warenausfuhren stellen Maschinen, Anlagen und Kraftfahrzeuge dar.
Nicht zu vernachlässigen sind jedoch bereits heute die deutschen Aktivitäten im Bereich der Windenergie, die von der stetig steigenden Nachfrage in der Türkei profitieren.
Für deutsche Exporte bietet der Bund ein Sicherungsinstrument in Form der Hermesdeckung an, durch das die Exportaktivitäten gegen einen Zahlungsausfall aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen abgesichert werden.
Das Spektrum umfasst unter anderem Lieferantenkreditdeckung, Fabrikations- und Ausfuhrdeckung sowie Finanzkreditdeckung.

Langfristige Finanzierungen in Form von Bestellerkrediten zur Finanzierung von Investitionsgütern im Bereich der erneuerbaren Energien unterliegen günstigeren Bedingungen.
So wurde die Kreditlaufzeit auf bis zu 18 Jahre erhöht und die tilgungsfreie Zeit von sechs auf maximal 18 Monate nach Fertigstellung erweitert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass für deutsche Unternehmen nach wie vor ein großes Potential besteht, von der aufstrebenden Volkswirtschaft zu profitieren.
Dies wird durch zahlreiche Sicherungsinstrumente seitens des deutschen Staates, die sowohl den deutschen als auch den türkischen Unternehmer unterstützen, gefördert.

Die BHF-BANK unterstützt seit Jahrzehnten die deutsche Wirtschaft in der Türkei bei Absicherungsmöglichkeiten im kurz- und mittelfristigen Bereich in Form von Akkreditivbestätigungen und Forfaitierungen sowie im langfristigen Bereich durch Hermesgedeckte Bestellerkredite.

Nach der Wahl in der Türkei

14 Juni 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan steht trotz seines Wahlsiegs vor vielen Problemen. Das Land braucht eine neue Verfassung, eine Aussöhnung mit den Kurden ist überfällig. Vor allem aber muss er sein Verhältnis zu Europa klären. Kann eine Annäherung gelingen? 
Wenige Stunden nach dem Wahlerfolg steht Premier Recep Tayyip Erdogan auf dem Balkon der AKP-Parteizentrale in Ankara. Seine Anhänger haben ein Feuerwerk entzündet. Frauen im Kopftuch jubeln ihm zu. Erdogan winkt. Er wirkt unschlüssig: Zwar hat er die Wahl mit fast 50 Prozent der Stimmen gewonnen, es ist einer der höchsten Siege, die je ein türkischer Ministerpräsident feiern konnte, aber sein wichtigstes Ziel hat er verfehlt: eine verfassungsändernde Mehrheit im Parlament.

Sie hätte es ihm ermöglicht, den Staat nach seinen Vorstellungen und ohne Zustimmung der Opposition umzubauen. Nun muss er mit unbequemen Gegnern – Kurden und Ultrarechten – im Parlament arbeiten. Gleichzeitig steht er vor einer Reihe schwieriger Herausforderungen. Vier Fragen stellen sich an die Türkei.

Wie hält es die Türkei mit Europa?

Wenn Ministerpräsident Erdogan im Wahlkampf seine Außenpolitik pries, dann sprach er über Ägypten, den Irak, manchmal über Russland – über Europa sprach er fast nie. Im Wahlprogramm der AKP taucht das Wort Europa im Kapitel Außenpolitik zum ersten Mal auf Seite sechs auf. Erdogan war vor acht Jahren mit dem Ziel angetreten, die Türkei in die Europäische Union zu führen.

Nie war er von diesem Ziel weiter entfernt als heute. Die beiden Partner haben sich entfremdet. Nur auszusprechen wagen sie die Wahrheit nicht, die inzwischen jeder kennt: dass Europa und die Türkei sich nicht mehr viel zu sagen haben.

In den ersten Jahren seiner Amtszeit hat Erdogan die Europäer umarmt, weil sie ihm nützlich erschienen im Machtkampf gegen die alte Staatselite, gegen die Generäle und Richter. Mit Hilfe der Europäischen Union verbannte er das Militär aus der Politik und erstritt mehr Rechte für religiöse Gruppen. Doch der triumphale Wahlsieg vom Sonntag dürfte ihn in seiner Einschätzung bestätigen: Er ist auf fremde Hilfe nicht mehr angewiesen.

Erdogan will die Türkei zu einer wirtschaftlichen und geopolitischen Großmacht ausbauen. Europa ist für ihn nur noch ein Projekt unter vielen. Die Alleingänge der Türkei wie zuletzt beim Atomdeal mit dem Iran werden in den kommenden Jahren eher noch zunehmen.

Wenn es trotzdem einen Grund gibt für Europa, optimistisch zu sein, dann den: Erdogans Wahlerfolg beruht vor allem auf den beeindruckenden Wirtschaftszahlen. Um fast neun Prozent ist die türkische Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen, auf Platz 17 der Rangliste der größten Wirtschaftsnationen hat sich die Türkei unter Erdogan vorgekämpft.

Doch der Aufstieg fußt vor allem in dem regen Handel mit Europa. Trotz neuer Deals mit Russland und Zentralasien, bleibt Europa wichtigster Wirtschaftspartner. Bei allem Selbstvertrauen kann es sich die Türkei nicht leisten, die Bande nach Europa zu kappen.

In der Türkei wurde gewählt

13 Juni 2011 von Bernd Dittmann 1 Kommentar »



Den ersten Hochrechnungen zufolge hat die AKP um Recep Tayyip Erdogan zum dritten Mal in Folge die Wahlen in der Türkei gewonnen (52,3 Prozent). Die CHP kommt auf 23,4 Prozent, die MHP auf 13,4 Prozent.
Wie erwartet hat die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an der Spitze die türkischen Parlamentswahlen gewonnen. Die AKP kann den ersten Hochrechnungen zufolge zum dritten Mal in Folge alleine regieren. Im Vergleich zu den Vorwahlen im Jahre 2007 (46,6 Prozent / 341 Sitze) konnte die AKP um 5,7 Prozent zulegen und kommt auf 52,3 Prozent und 331 Sitzen.
Keine Zweidrittelmehrheit für Erdogan
 Die erhoffte Zweidrittelmehrheit scheint die AKP den ersten Hochrechnungen zufolge dennoch nicht geschafft zu haben. Grund ist Devlet Bahçeli und seine Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Sie haben mit 13,4 Prozent die Zehnprozenthürde und damit den Sprung in das Parlament geschafft. Bei den Wahlen zuvor konnte die MHP noch 14,3 Prozent der Wähler für sich gewinnen und muss nun einen Verlust von 0,9 Prozent hinnehmen. Hätte die MHP die Zehnprozenthürde nicht geschafft, hätte Regierungschef Erdogan eine neue Verfassung praktisch im Alleingang in Kraft setzen können.
 
Damit dürften zahlreiche Experten erleichtert sein. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs der Türkei in den beiden Legislaturperioden zuvor wünschte man Erdogan einen deutlichen Wahlsieg. Allerdings war auch die Sorge groß, dass er er mit einer Zweidrittelmehrheit zu mächtig wird und die Demokratie einen Schaden nimmt.
 
CHP mit leichten Gewinnen
 Die Republikanische Volkspartei (CHP) um Kemal Kiliçdaroglu hat im Vergleich zu den Vorwahlen (20,88 Prozent / 99 Sitze) 23,4 Prozent der Wähler von sich überzeugen können und stellt mit leichten Gewinnen erneut die Opposition im türkischen Parlament.

Zahlreiche unabhängige Kandidaten, die größtenteils aus dem Osten der Türkei kommen, werden ebenfalls im Parlament vertreten sein. Sie kommen insgesammt auf 6,6 Prozent und ziehen voraussichtlich mit 28 Kandidaten in das Parlament ein.

Neues aus Alanya und Umgebung

28 Mai 2011 von Bernd Dittmann 2 Kommentare »

Gazipasa – bald noch mehr Maschinen????

Am 27.04.2011 ist die erste Maschine aus Holland erfolgreich am Flughafen von Gazipasa gelandet.

Weitere Maschinen sollen jetzt folgen. Nach Angaben von Neckermann soll wöchentlich eine Maschine dort starten und landen.

In der Hochsaison – Juni bis Oktober – sollen sogar zwei Maschinen pro Woche den Flughafen anfliegen. Hoffentlich bald auch aus anderen europäischen Ländern.
 

Wo bitte muss ich Einchecken:

Gerade hat die Saison wieder angefangen, viele Urlauber kommen und fahren wieder. Auch viele Eigentümer entscheiden sich für einen Besuch in der zweiten Heimat. Allerdings steht dann immer wieder die Frage an, ab welchem Terminal der Flug zurück geht.

Die Fluggesellschaften SunExpress, Turkish Airlines, Thomas Cook, Cimber Air und Arkefly fliegen ab Terminal 1 ab. Von Terminal 2 starten unter Anderem Condor, Tui fly, Pegasus Airlines, Sky Airlines, Air Berlin und Easyjet.
 

Veranstaltungen in Aspendos:

Der neue Spielplan für die Opern in Aspendos ist da. So können Sie zum Beispiel vom 09.06. – 02.07.2011 Opern wie “Carmen”, “Medea” und “Otello” anschauen.

Hier einmal die Auflistung der einzelnen Spielzeiten:
09.06. CARMEN
13.06. MEDEA
16.06. OTELLO
20.06. BARBAROSSA

21.06. VIENNA PHILHARMONIC ORCHESTRA
23.06. DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
29.06. SWAN LAKE
02.07. TOSCA

Wir wünschen Ihnen Ihnen einen schönen Aufentalt in der Türkei.

www.hanem-immobilien.de